Polsternde Luft, schützender Kunststoff
Expandiertes Polystyrol (EPS) besteht zu 98% aus reiner Luft und dem Kunststoff Polystyrol. So bietet EPS ein Höchstmaß an Produktschutz bei vergleichsweise geringen Kosten. Es stoßabsorbierend, kälte- und wärmeisolierend, abdichtend, wasserdicht und wasserabweisend. Zudem erfüllt es die strengen Anforderungen der Lebensmittelbehörden: Es ist lebensmittelecht, hygienisch, keimfrei und frei von Hexabromcyclododecan (HBCD) sowie geruchs- und geschmacksneutral.
© BASF
Umweltschonend und gesundheitlich unbedenklich
Untersuchungen zeigen, dass EPS weder für die Umwelt noch die menschliche Gesundheit gefährlich ist. Wer jedoch einschlägige Suchmaschinen nach dem Material befragt, wird mit vermeintlichen Gesundheitsgefahren konfrontiert bzw. verschreckt – dabei gibt es keinerlei Studien, die nachweisen würden, dass Styrol aus Lebensmittelverpackungen beim Menschen Krebs auslöst oder die Fruchtbarkeit beeinträchtigt.
Als Dämmstoff wird EPS zusätzlich mit einem Flammschutzmittel versehen. Ab 2017 nutzt man hierfür Polymer-FR, das HBCD gänzlich ersetzt. Es ist ökotoxikologisch unbedenklich und wird weder von Menschen noch von Tieren aufgenommen. EPS hat zudem die Wassergefährdungsklasse (WGK) 0, da es auch langfristig keine schädlichen Stoffe an Luft, Boden oder Grundwasser abgibt. Darüber hinaus wird bei der Verarbeitung von EPS kein Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) freigesetzt.
Ökobilanz mit Vorzeigecharakter
Der direkte Vergleich mit anderen Verpackungsmaterialien zeigt: Es gibt keine nachhaltigere Alternative mit ähnlichen Leistungsmerkmalen wie EPS – weder Papier, Karton oder Pappe, noch Luftpolster oder Biokunststoff. Da Styropor zu 98 % aus Luft und nur zu 2 % aus Polystyrol besteht, werden für die Herstellung weniger Rohstoffe, Chemikalien und Wasser benötigt als bei anderen Verpackungsmaterialien: 70 % weniger Wasserverbrauch, 20 % weniger Schwefeldioxidemissionen und 80 % weniger Nährstoffanreicherung im Wasser. Auch das Herstellverfahren selbst ist sehr sparsam: Styropor benötigt weniger Primärenergie als viele andere vermeintlich ökologischere Alternativen. Da es zahlreiche lokale EPS-Produzenten gibt, punktet das Material mit kurzen Transportwegen. Durch sein leichtes Gewicht verbraucht es zudem weniger Kraftstoff beim Transport auf der Straße, was weniger CO2 in der Luft bedeutet. Beim Versand erhöhen das geringere Gewicht und das vergleichsweise geringe Volumen von EPS-Polstern zudem die Packdichte. Durch die guten Isolationseigenschaften von EPS ist außerdem oft keine weitere Kühlung oder Erwärmung von Produkten nötig, sodass Energie gespart werden kann.
100% recyclingfähig und umweltfreundlich
EPS wurde Ende November 2018 von der Zentralen Stelle Verpackungsregister nicht als Gutmaterial und damit in Folge als nur bedingt-recyclingfähig eingestuft, da Altmaterial aus der gelben Tonne bislang noch nicht ökonomisch sinnvoll separiert werden kann. Die Einstufung spiegelt jedoch nicht die tatsächliche physikalische Recyclingfähigkeit wider: EPS als reiner Monokunstoff läßt sich am Ende seines Lebenszyklus zu 100 % einfach und hochwertig recyceln. So sind gebrauchte EPS-Verpackungen, die auf Wertstoffhöfen oder bei Retailern sortenrein gesammelt werden, ein gesuchter und geschätzter Rohstoff. Mehr als die Hälfte aller EPS-Transportverpackungen werden bereits heute recycelt.
PlasticsEurope Deutschland / BASF
Faktenbasierte Diskussion statt haltlose Plastikdiskriminierung

Quelle: IK
Kunststoffverbesserer
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